Sicherheits- und Logistikkonzept, DB Regio NRW, Bahn, Köln

Nach dem „Zoch“ sicher nach Hause

Großveranstaltungen wie beispielsweise dem Karneval oder den Kölner Lichtern liegt ein umfassendes Sicherheits- und Logistikkonzept zugrunde. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, greifen verschiedene Maßnahmen ineinander. Eine davon ist ein sicherer und zuverlässiger Bahnverkehr.

Schätzungsweise 1,5 Millionen Narren feiern jedes Jahr den Rosenmontag in der "jecken" Stadt am Rhein. Rund 800.000 Menschen lassen sich das Feuerwerk bei den Kölner Lichtern nicht entgehen. Auf der Gamescom tummeln sich etwa 350.000 Spielefans. Großereignisse wie die genannten Veranstaltungen sind nicht nur für die Organisatoren eine logistische Herausforderung, sondern auch für den Bahnverkehr in Köln und Umgebung. "Unsere Aufgabe ist es, an diesen besonderen Tagen einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten", sagt Kai Rossmann, Leiter Bahnhofsmanagement Köln bei DB Station&Service. Die DB-Tochter erstellt daher im Vorfeld unter anderem mit DB Regio NRW, DB Sicherheit, der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, dem Nahverkehr Rheinland (NVR) sowie der Bundespolizei ein umfassendes Sicherheits- und Reisendenlenkungskonzept, das dann bei den Veranstaltungen zum Tragen kommt.

Planung der Mehrverkehre

Dabei ist kein Großereignis wie das andere: Beim Karneval reisen die "Jecken" beispielsweise den gesamten Tag über an und ab, während sich bei den Kölner Lichtern die meisten Besucher im Anschluss an das Feuerwerk auf den Heimweg machen. Daher strömen zeitgleich deutlich mehr Menschen als normal zum Kölner Hauptbahnhof und zum Deutzer Bahnhof. Da die im regulären Fahrplan eingesetzten Fahrzeuge diese Menge an Reisenden kaum bewältigen können, greift ein Sonderfahrplan mit zusätzlichen Zügen - mehr als 130 allein an den "Tollen Tagen". Ein betrieblicher Kraftakt. Mit der Planung dieser Mehrverkehre beginnt DB Regio NRW schon einige Monate vor der Veranstaltung. "Mit den Erfahrungen aus den vorherigen Veranstaltungen entscheiden wir gemeinsam mit dem NVR, wie viele Sonderzüge wir zu welchen Uhrzeiten einsetzen", sagt Dirk Helfert, Leiter Verkehrsbetrieb Rheinland von DB Regio NRW.

Helfer beim Ein- und Ausstieg

An den Veranstaltungstagen selbst stocken DB Regio NRW und DB Station&Service ihr Personal in den Zügen und in den Bahnhöfen deutlich auf. So bietet etwa DB Regio NRW neben den Fahrkarten-Automaten zusätzliche Stände für den schnellen und einfachen Ticketverkauf an. Die Mitarbeiter werden aber vor allem gebraucht, um die Besucherströme sicher auf die Bahnsteige und in die Züge zu bringen. Helfer an den Gleisen sorgen für einen möglichst reibungslosen Ein- und Ausstieg und stellen sicher, dass die Wagen nicht überfüllt sind. Darüber hinaus kümmern sich weitere Einsatzkräfte darum, dass die Bahnsteige nicht zu voll werden. Sobald dies der Fall ist, wird der Bahnsteig für weitere Fahrgäste gesperrt. "So vermeiden wir brenzlige Situationen", sagt Rossmann. Bei der Planung und Durchführung des Events arbeiten die beteiligten Organisationen und Unternehmen eng zusammen. "Im Nachgang wird besprochen, was gut gelaufen ist oder was wir beim nächsten Mal besser machen können", so Helfert. Die Ergebnisse fließen dann in die Konzepte für bevorstehende Großereignisse in Köln ein. "In unserer Arbeit steckt viel Erfahrung, dennoch ist jedes Event eine neue Herausforderung", bringt es Rossmann auf den Punkt.